Coaching ist immer eine Investition in sich selbst. Aber wer bezahlt?
Und welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Ich biete Coaching für Frauen in der Medizin an und je nach Coachingpaket unterstütze ich zusätzlich zu den intensiven 1:1 Coachings mit Beratungsinhalten am Arbeitsplatz bzw. mit dem Team – in Prozessen, Strukturen, Organisation und Miteinander. So entstehen Kosten. Und auch wenn ich vom Erfolg und Nutzen meiner Arbeit überzeugt bin, weiß ich: sie kostet Geld.

Daher möchte ich Ihnen in meinem heutigen Blogartikel einmal eine kleine Zusammenstellung liefern, welche Gestaltungsmodelle Sie haben, um clever zu investieren:

Übernahme durch den Arbeitgeber

Generell ist es attraktiv, das Coaching über den Arbeitgeber oder als Unternehmer durch das Unternehmen finanzieren zu lassen, da die Unternehmen die Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) zurückerhalten und Weiterbildungskosten zudem steuerfrei sind (anders als die Lohnkosten, für die der Arbeitgeber die Lohnnebenkosten abführt und auf die zudem der Mitarbeiter noch die Lohnsteuerkosten abführen muss). Die Übernahme von Weiterbildungskosten stellt nämlich keinen Arbeitslohn dar und muss daher nicht versteuert werden, wenn die Bildungsmaßnahme im Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird. Wenn das Unternehmen das Coaching bezahlt, erhält der Mitarbeiter ca. doppelt so viel „netto“ vom „brutto“.

Daher sind Coachings auch ein attraktives Medium im Rahmen der Personalentwicklung und -förderung. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an. Gerne erhalten Sie von mir auch eine individuell auf Sie zugeschnittene Vorlage für ein individuelles Anschreiben an Ihren Arbeitgeber, damit Sie eine Diskussionsgrundlage haben!

Absetzen von der privaten Steuererklärung

Besteht nicht die Möglichkeit, dass die Kosten vom Arbeitgeber getragen werden, ist es gut zu wissen, dass Coachingkosten (bei Business Coaching) auch als Privatperson von der Steuer abgesetzt werden können. Sie gelten nämlich als beruflich veranlasste Werbungskosten. Bis zu einem Pauschalbetrag von 1.000 Euro müssen Sie keine Belege oder Nachweise einreichen, Ihr zu versteuerndes Einkommen reduziert sich automatisch um diese Werbungskostenpauschale. Je nachdem, wie viel Werbungskosten Sie im Jahr insgesamt haben (zu den Werbungskosten gehören auch die Anfahrten zur Arbeit, Arbeitskleidung etc. – wahrscheinlich liegen Sie oberhalb des Freibetrages), können die Coachingkosten von ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Dadurch können Sie bei einem Spitzensteuersatz bis zu 45% des Betrags in der Steuererklärung rückerstattet bekommen. Genaue Angaben und Empfehlungen dazu kann ich allerdings leider nicht leisten, ich kläre solche Fragen mit meinem Steuerberater (der sich pauschal keinesfalls festlegen möchte).

BAFA-Förderung für Praxen (Hebammen, Physios)

Inhaberinnen von Physiotherapie- oder Hebammenpraxen können das Coaching als Praxisberatung definieren und einen Antrag auf eine BAFA-Förderung stellen, da ich gelistete BAFA-Beraterin bin. Bei der BAFA-Förderung handelt es sich um eine anteilige Förderung, die nach unterschiedlichen Kriterien veranschlagt wird und bei ca. 1.500 EUR und mehr liegt. Dann müssen aber verschiedene Regularien wie Antragstellung, Abschlussbericht etc. eingehalten werden. Darum kümmere ich mich dann vorrangig. Mehr über die BAFA-Förderungsmöglichkeiten erfahren Sie in einem separaten Blog-Artikel.