Vielleicht haben Sie BAFA als Begriff in der Corona-Krise (erstmalig) gehört. BAFA steht für Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, und dieses Bundesamt fördert ausgewählte Unternehmensberatungen mit einem Zuschuss von ca. 1.500 EUR und mehr. In der Corona-Krise gab es darüber hinaus einen „Fördertopf“ mit Regularien, die eine 100%-Förderung ermöglichten (bis zu 4.000 EUR), aber dieser Fördertopf war leider schnell erschöpft und nicht nur die Stellung von Anträgen wurde Ende Mai 2020 gestoppt, sondern auch viele bereits gestellte Anträge wurden abgelehnt.

Nun ist die Frage: Welche BAFA-Förderungsmöglichkeiten gibt es derzeit?

Die Antwort darauf ist: Es gelten weiterhin alle Standardprogramme, die bereits seit Jahren existieren. Das bedeutet:

  • Nicht jede Beratung, nicht jedes Coaching ist förderfähig.
  • Die Höhe der Förderung ist abhängig vom Standort sowie von Rahmendaten Ihres Unternehmens.
  • Der Prozessablauf rund um die Antragstellung und Abwicklung etc. variiert in Abhängigkeit vom Förderprogramm.

Als ich mich als BAFA-Beraterin habe listen lassen, habe ich recherchiert und mich in die Regularien eingelesen. Ich persönlich brauchte eine Weile, um mir einen Überblick zu verschaffen und möchte nun meinen Kenntnisstand an Sie weitergeben.

Welche Unternehmen einen Antrag stellen können: Für meine Kunden im Gesundheitswesen ist das BAFA-Angebot vorrangig für Physiotherapiepraxen und Hebammenpraxen relevant. Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Psychotherapiepraxen und Heilpraktikerpraxen sind explizit ausgeschlossen. Gefördert werden Unternehmen kleiner und mittlerer Größe, d.h. Antragsteller dürfen nicht mehr als 250 Mitarbeiter und 50 Millionen EUR Umsatz haben. Es darf auch keine öffentliche Beteiligung von Bund, Ländern oder Gemeinden vorliegen! Es kann Krankenhäuser oder Reha-Kliniken geben, auf die kein Ausschlusskriterium zutrifft und für die es ggf. Förderungsmöglichkeiten gibt. Hier müsste individuell Rücksprache gehalten werden.

Welche förderungsfähige Beratungen und Coaching gibt es: Es gibt zwei große Programme, die allgemeine Beratung zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung (z.B. QM-System-Einführungen) sowie die spezielle Beratung. Die speziellen Beratungen greifen Fragestellungen auf, die besondere Schwerpunkte fördern möchten, um sogenannten „strukturellen Ungleichheiten“ zu begegnen. Im Falle meiner Kunden im Coaching könnten darunter die Themen Führung durch Unternehmerinnen, Gleichstellung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Führungsgestaltung hinsichtlich Fachkräftegewinnung und -sicherung zählen.

Wie die Antragstellung läuft: Anträge von Jungunternehmen (nicht mehr als 2 Jahre am Markt) oder Unternehmen in Schwierigkeiten (mehr als 50% Umsatzeinbußen) müssen zunächst über sogenannte Regionalpartner der Leitstelle (z.B. IHK oder Banken) laufen, die je nach Standort regional vorgegeben sind. Die eigentliche Antragstellung erfolgt dann online.
Diesen Antrag können Bestandsunternehmen (die mehr als 2 Jahre am Markt sind) wiederum sofort ohne weitere Rücksprachen ausfüllen. Einzige Voraussetzung für alle: Sie müssen einen Berater angeben, der bei der BAFA gelistet ist, so wie ich es bin.
Eine Leitstelle prüft stellvertretend für das Bundesamt, und in kürzester Zeit erhält der Antragsteller einen Zuwendungsbescheid, und die Leitstelle leitet alles an das Bundesamt weiter. Dann kann die Beratung  bzw. das Coaching starten.

Wie hoch die Fördersumme ist: Wie hoch die Fördersumme ist, hängt von den Rahmenbedingungen des Unternehmens und dem Standort ab. Ein paar Beispiele: Die Physiotherapiepraxis aus Niedersachsen, die es seit mehr als 2 Jahren gibt, erhält 1.500 EUR Förderung bei einer Rechnung über 3.000 EUR (d.h. 50% werden übernommen). 1.500 EUR ist die Obergrenze, d.h. bei einer Rechnung über 4.000 EUR werden ebenso 1.500 EUR übernommen. Bei einer Rechnung von 2.000 EUR wären es 1.000 EUR.  Wäre die Praxis in Mecklenburg-Vorpommern, dann wären bis zu 2.400 EUR Fördersumme möglich, denn hier liegt der Fördersatz bei 80% statt 50%. Ein Unternehmen mit Umsatzeinbußen von mehr als der Hälfte kann sich überall in Deutschland bis zu einer Summe von 2.700 EUR fördern lassen, denn hier werden 90% der Kosten getragen. Mehr zu den Bemessungsgrundlagen (= maximale Rechnungshöhe) und zum Fördersatz (= Prozent der geförderten Leistungen) erfahren Sie unter dem unten aufgeführten, offiziellen BAFA-Link.

Wie die Abwicklung mit mir als gelisteter BAFA-Beraterin erfolgt: Ganz am Anfang einer Zusammenarbeit mit mir steht immer das Erstgespräch. Wenn Sie und ich uns zum Abschluss des Erstgesprächs eine gemeinsame Zusammenarbeit vorstellen können, stelle ich Ihnen meine Coachingpakete vor oder erstelle für Sie ein maßgeschneidertes Angebot für Coaching bzw. Beratung. Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit mir entscheiden und Sie als Unternehmen förderungsberechtigt sind, stelle ich in Ihrem Beisein online den Antrag auf BAFA-Förderung. Sobald der Zuwendungsbescheid da ist (was in der Regel sehr schnell geht), kann unsere Zusammenarbeit starten. Sie zahlen die Rechnung an mich und Sie erhalten die BAFA-Förderung auf Ihr Firmenkonto erstatttet. Damit das alles nach Plan ablaufen kann, erstelle ich für Sie einen Abschlussbericht, dessen Freigabe Basis der Fördermittelzuwendung ist.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mit den Informationen einen guten Überblick gewonnen haben. Wenn Ihr Unternehmen förderungsberechtigt ist und Sie an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert sind, dann buchen Sie gerne jetzt ein Erstgespräch mit mir!

Link zu den offiziellen BAFA-Informationen