Patientengespräche als Schlüssel zur Heilung

Als Leistungserbringer im Gesundheitswesen haben Sie einen unmittelbaren Kontakt zu Ihren Patienten. Ob die Gespräche länger oder kürzer sind, alle eint ein Grundsatz: Sie können in dieser gemeinsamen Zeit einen wesentlichen Grundstein für die Heilung bzw. das Wohlbefinden des Patienten legen! Und zwar nicht nur über die unmittelbare Therapie bzw. Betreuung, sondern ebenso durch die Macht der richtigen Worte! In diesem Blog-Artikel stelle ich Ihnen ein Schema zur Führung von Patientengesprächen vor, welches das Wissen aus Coachingkompetenzen, Hypnotherapie und über mentale Gesundheit miteinander verbindet.

Wenig Zeit für den Patienten – wenig Zeit für das Patientengespräch

Jeder und jede, die in einen helfenden Beruf eintritt, tut dieses u.a. aus der Motivation heraus, für andere Menschen da zu sein und um einen Beitrag zu Heilung und Gesundheit für andere zu leisten. Im Alltag ist das manchmal aber schwierig: es muss sehr schnell gehen, Gespräche bleiben knapp und auf Hauptbotschaften reduziert, der Blickkontakt zum Patienten leidet unter dem Blick, den die EDV benötigt, damit die Dokumentation absolviert werden kann. Zurück bleibt ein Gefühl, dass die Menschlichkeit zu kurz kommt.

Dies geht insbesondere denen so, die in größeren Einrichtungen tätig sind, je kürzer die „Timeslots“, desto größer ist in der Regel das Gefühl, dass nicht genug Raum für den einzelnen Menschen da ist.

Mit diesem Blogartikel kann ich keinen Beitrag dazu leisten, dass die Timeslots länger werden, wohl aber, dass Sie in der zur Verfügung stehenden Zeit im Gespräch die wertvollen Gedanken pflanzen können, aus denen später für den Patienten Heilung hervorgehen kann! Ich nutze in diesem Artikel übrigens für ein vereinfachtes Lesen die männlichen Form für Patienten und Leistungserbringer, meine damit aber ebenso und insbesondere auch alle Frauen!

Das Patientengespräch – eine Situation, die stark auf das Unterbewusstsein wirkt

Als erstes möchte ich auf diesen besonderen Moment hinweisen, den Behandler mit Patienten haben. Der Patient hat sich auf den Weg zu Ihnen gemacht, hat vielleicht eine ganze Weile auf Sie gewartet und hat jetzt diese wertvolle Zeit mit Ihnen. Er vertraut Ihnen seine Informationen an, legt seinen Heilungsprozess in Ihre Hände, erkennt Sie in Ihrer Kompetenz und mit Ihrem Wissen an, möglicherweise sehen Sie ihn mit weniger Kleidung als dessen langjährige Kollegen ihn je gesehen haben. Selbst wenn Sie den Patienten zum ersten Mal sehen, liegt in der Situation implizit sehr viel Nähe. Zudem ist der Patient möglicherweise aufgeregt, in Unruhe, besorgt oder angespannt, so dass zusätzlich zu dieser prinzipiellen Nähe noch eine erhöhte Empfangsbereitschaft oder Sensibilität für Informationen geschaffen ist. Das heißt, das, was Sie sagen oder tun, ist durch den Patienten beim „Empfangen“ quasi energetisch aufgeladen und hat eine wesentlich höhere Bedeutsamkeit als die identischen Worte es in einem anderen Kontext hätten!! Sie haben alleine durch die Situation einen direkten Pfad, um in das Unterbewusstsein des Patienten hineinzuwirken!! (An dieser Stelle beschleicht mich ein leichtes „Neidisch-Sein“ ;-), denn das kann ich weder als Angehöriger noch als Berater/Coach erreichen! Die Situation verleiht Ihnen eine Super-Power.)

Im Gespräch als Behandler für die Psyche des Patienten wirksam werden

Jetzt sind Sie also in dieser speziellen Situation, in der Sie als Behandler mit dem Patienten in Kontakt sind. Hier können Sie in kurzer Zeit in zweierlei Hinsicht auf menschlicher Ebene für den Patienten wirksam werden:

  • Zuhören, d.h. dem Patienten die Möglichkeit geben, sich mitzuteilen und verstanden zu werden sowie Heraushören, wo in seiner Lebenswelt Hinweise auf mentale Belastungen sind.
  • Impulse geben, d.h. Wörter, Bilder verwenden, die die mentale Gesundheit und Selbstheilungskräfte stärken.

Ein Modell von mentaler Gesundheit für Zuhören und Impulsgeben

Damit Sie sowohl für das Zuhören als auch für das Impulsgeben ein Schema vor Augen haben, möchte ich Ihnen mein Modell von mentaler Gesundheit an die Hand geben. An den fünf aussagekräftigen Dimensionen meines mentalen Aktionsradius „langgehangelt“ können Sie schneller herleiten, wie Sie gerade für den Patienten mental wirksam werden können. Dafür habe ich für Sie die folgende Tabelle aufgestellt.

Stärken Sie den Patienten mental dort, wo er gerade steht

Die Möglichkeit, innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen mentale Gesundheit zu erleben, besteht auch bei sehr eingeschränkten körperlichen Zuständen. Unabhängig davon, wo der Patient genau steht, Sie können immer Impulse geben und Zugkräfte aufbauen, um den Patienten in seiner gegenwärtigen Situation mental zu stärken!! Wenn es Ihnen gelingt, dass der Patient nicht den Focus auf das „Fehlen von“, sondern auf das „Besinnen auf“ richtet, dann können Sie für den Patienten mentale Stabilität herstellen, auch wenn sich an seinem Gesundheitszustand selbst noch nichts geändert hat. Dafür können Sie sich der Aufzählungspunkte bedienen, die in der Tabelle als Impulse bzw. Zugkräfte aufgeführt sind. Alle diese Impulse und Zugkräfte „zahlen“ auf die jeweilige Dimension ein. Was beim jeweiligen Patienten besonders wirkungsvoll ist, ist selbstverständlich individuell, aber das bekommen Sie heraus, wenn Sie zum Einen gut zuhören (s. linke Spalte) und wiederum darauf achten, wie seine Signale (insbesondere die nonverbalen Signale Mimik, Gestik, Körperhaltung) sind, wenn Sie Ihre Impulse in das Gespräch hineinbringen.

Auch wenn es zunächst unvorstellbar erscheint, kann selbst in belasteten körperlichen Situationen in allen Dimensionen die Schönheit im Kleinen erkannt und ausgebaut werden: Die Atmung, die funktioniert (Ressourcen). Das Lesen, das möglich ist (Identifikation). Die Besuche, die kommen oder die nette Schwester, die wieder Dienst hat (Beziehungen). Das Mittagessen, das es gleich gibt (Zukunft). Die Form der Selbständigkeit, die möglich ist (Akteur sein).

 

Wortwahl und Adressierung

Für alle Impulse gilt: eine plastische, fühlbare Wortwahl und Wortadressierung hat die größte Wirkung! Wenn es Ihnen gelingt, dass Sie plastische Bilder schaffen, die der Patient vor seinem inneren Auge sehen kann, im besten Falle mit den Sinnen vorstellen kann (sehen – hören – riechen – schmecken – spüren), während Sie Ihre Worte wählen, dann legen Sie eine „dicke Spur“ in das Unterbewusstsein des Patienten. Hier kann er im praktischen Alltag, wenn er alleine ist, wieder anknüpfen!

Starten Sie!

Aller Anfang ist anspruchsvoll und Meister fallen nicht vom Himmel. Also: Starten Sie und bleiben Sie dran! Versuchen Sie, testen Sie und finden Sie diesen Moment, in dem Sie merken, dass Sie im Gegenüber etwas zum Klingen bringen! Verleihen Sie Ihren Worten Strahlkraft und Überzeugung, und machen Sie auch ab und mal eine kleine Atempause, damit Ihre Worte im Patienten nachhallen können. Dann werden Sie merken, dass Sie in der Lage sind, mit Ihren Worten den Nährboden für Heilung zu legen!!

Möchten Sie in das Thema tiefer einsteigen? Haben Sie den Eindruck, diese Form der Gesprächsführung kann Sie unterstützen, noch mehr das zu sein, was Sie eigentlich für den Patienten sein wollen, nämlich Mutmacher, Wegweiser, Kraftquelle und Heilender? Dann melden Sie sich bei mir, denn ich biete dafür individuelle interne Fortbildungen auf Anfrage an und greife diese Inhalte in meiner Beratung oder meinem Coaching auf.

Meine Empfehlungen für Bücher und mehr Informationen

Vortrags-CD: Ortwin Meiss – Die Kunst über sich selbst hinauszuwachsen. Vortrag von der M.E.G.-Jahrestagung Hypnotherapie in Bad Kissingen März 2018.

Vom Dipl.-Psychologen und Leiter des Milton Erickson Instituts in Hamburg Ortwin Meiss und seinem großartigen Vortrag von dieser CD habe ich vier der Dimensionen meines Modells für den „Mentalen Aktionsradius“ übernommen. Mit Medizinstudenten hat er herausgearbeitet „Was macht krank? Was macht gesund?“ und ist bei den Dimensionen „Bild von der Zukunft“, „Akteursein“, „Identifikation“ und „Beziehungen“ gelandet. Ich habe diese Dimesionen noch um die die weitere Dimension „Ressourcen“ ergänzt. Für diejenigen, die wie ich viel Auto fahren und dort gerne CD hören, ist diese Aufnahme eine absolute Herzensempfehlung und ein Einstieg in das Funktionieren von Hypnotherapie bzw. der Macht und Kraft von eigenen Worten und Bildern. Selten entwickele ich „Fan-Verhalten“, aber bei dem subtilen Humor von Ortwin Meiss war ich sofort in den Bann gezogen!! Meine Lehrerin für Hypnotherapie, bei der ich an Kursen für Hypnotherapie teilgenommen habe, hat bei ihm ihre Ausbildung gemacht.

Buchtipp: Bernhard Lown – Die verlorene Kunst des Heilens. Anleitung zum Umdenken. Erstauflage 1996.

Das Ärzteblatt betitelte 2005 dieses Buch von Bernard Lown als „außergewöhnlich spannend und lehrreich“ und empfahl es jedem Studenten zu Beginn des Medizinstudiums zu schenken und am Ende des Studium nochmals diskutieren zu lassen, „damit nicht verlorengeht, was ärztliches Handeln letztlich ausmacht“. Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Ich habe das Buch während meiner Coaching-Ausbildung gelesen, denn die Kombination aus Zuhören und dem zielgerichteten Umgang mit Worten und Bildern ist für mich als Berater und Coach ebenso wichtig wie für den Arzt. Im Buch wird deutlich, wie viel Macht und Wirksamkeit in den vielen kleinen Alltagsmomenten eines Arztes im Umgang mit dem Patienten liegt. Herzensempfehlung!!

Buchtipp: Gary Bruno Schmid- Selbstheilung stärken. Wie Sie durch Vorstellungskraft Ihre Gesundheit optimieren. 2019

Wer sich mit Hypnotherapie beschäftigt, kommt an Gary Bruno Schmid nicht vorbei, er ist als promovierter Quantenphysiker und diplomierter Psychologe ein Urgestein in der Hypnotherapie und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Sein Standardwerk „Tod durch Vorstellungskraft: Das Geheimnis psychogener Todesfälle“ von 2009 ist sicherlich eines der prominentesten und in meinen Augen quasi ein Gegenstück zu diesem Werk über Selbstheilung, das für Patienten und Behandler gleichermaßen wertvoll ist. In dem Buch stellt er seine sechs dramaturgischen Elemente von Selbstheilungsgeschichten vor und belegt an vielen Beispielen und wissenschaftlicher Fakten deren Wirksamkeit. Er sagt übrigens, dass Kinder ab 7 Jahren lernen können, dass jede Heilung eine Selbstheilung ist und die Vorstellungskraft dabei als Heilmittel dient. Wahrscheinlich wird dieses Buch noch in 30 Jahren mein Standardwerk sein.

Mir reicht’s!! Vom Problem zur Lösung

Wie kommen meine Kundinnen zum Coaching?

Die Erfahrungsberichte meiner Kundinnen im Erstgespräch sind ganz individuell, aber Viele eint ein: „Mir reicht’s!“
Das ist Frau Kathrin M., eine Kundin von mir. Nun, so genau gibt es Frau Kathrin M. nicht. Sie vereint eine Mischung von Hintergründen meiner Kundinnen in einer Person und in einer ureigenen Geschichte. Jede Geschichte ist nämlich genau so individuell und fast niemand von ihnen möchte, dass diese so offen erzählt wird. So individuell und persönlich die Geschichten sind, meine Kundinnen eint vielfach das „Mir reichts’s!“, bzw. ein „So kann es nicht weitergehen!“. Wie ist es bei Frau M.?

Frau Kathrin M., Pflegedienstleitung: „Was tun: Kündigen oder neue Stelle suchen?“

Frau Kathrin M. ist unglücklich mit ihrer Arbeitssituation. Diese ist nämlich seit langer Zeit festgefahren. Alles fing an, als ihr Vater vor 5 Jahren im Haus, in dem sie als Pflegedienstleitung arbeitet, als Patient lag und letztendlich verstarb. Zu dem Zeitpunkt trat sie einen Schritt zurück und ihre engagierte Stellvertreterin in die Lücke hinein, die sich geöffnet hatte. Frau M. fühlte sich zurückgedrängt und zog sich immer mehr zurück, zunächst weil sie die Kraft für sich brauchte, dann, um Konfrontation zu vermeiden und schlussendlich, weil sie sich selbst nur noch wie eine Statistin fühlte, so als würde sie „schummeln“, wenn sie sich als Pflegedienstleitung platziert.

Mehr Fallbeispiele

Ob Frau Kathrin M. oder weitere Frauen wie Lisa L. (Assistenzärztin kurz vor dem Burnout) oder Frau Dr. Stefanie R. (Fachärztin, die in Teilzeit nicht Oberärztin wird), sie alle haben etwas gemeinsam! An ihrem aktuellen Punkt geht es so nicht weiter! „Mir reicht es.“ sagen sie.

Per Klick auf die jeweilige Grafik erfahren Sie mehr Hintergründe.

Unzufrieden mit der Arbeitssituation, aber zufrieden mit dem eigenen Leben – geht das?

Spannend ist aber: Würden Sie Frau M., Frau L. oder Frau Dr. R. als Mutter im Kindergarten oder in der Schule erleben oder sie im Freundes- und Bekanntenkreis am Wochenende fragen, ob sie mit ihrem Leben zufrieden ist, dann würde sie sagen: „Natürlich. Mir geht es gut.“ Denn alle haben einen Partner, ein Haus oder eine schöne Wohnung, alle haben Freunde, alle sind gesund, alle haben Hobbies, und sie sind empathische, sympathische Frauen.

Die Limitationen der klassischen Analyse-Modelle

Gemäß einem klassischen Coaching-Modell wie dem Lebensrad, das es in zig Varianten gibt und wo quasi die verschiedenen Lebensbereiche (Gesundheit, Partnerschaft, …) einmal durchdekliniert werden, würden alle drei Frauen solide aufgestellt sein. Klar, Optimierungsbedarf ist immer und im Bereich „Beruf“ gäbe es Unzufriedenheit, aber die Unzufriedenheit wäre ausschließlich im Bereich „Beruf“ offenkundig. Entsprechend ahnen von Außen Wenige, dass eigentlich alle „die Nase voll“ davon haben, wie es derzeit läuft.

Tranquilizer „Ach, so schlimm ist es doch gar nicht!“

Und nicht nur, dass es nach Außen niemand so recht ahnen würde! Sie gestehen es sich selbst auch nicht zu! Hier kommt nämlich der fiese, trügerische „Tranquilizer“, der die Vorgeschichte fast aller meiner Kundinnen kennzeichnet. Er lautet: „Ach, so schlimm ist es doch gar nicht.“ Er kommt auch gerne in Variationen, wie z.B. „Eigentlich geht es mir gut.“, „Prinzipiell bin ich auch total dankbar dafür, wie es mir geht.“, „Hauptsache, wir sind alle gesund.“, „Generell habe ich es gut getroffen.“ oder „Man kann eben nicht alles haben.“ Und zack, kommt der kurze innere Film über kranke Kinder, Unfälle, Schicksalsschläge, Unwetter und Katastrophen aller Art gepaart mit der generelle Dankbarkeit über das Leben hier in Europa/Deutschland dazu und angesichts dieser Dramatik und Gefahren gibt es nur noch eine logische Konsquenz: noch mehr Dankbarkeit, noch mehr Tapferkeit, noch mehr Anstrengung.

Dabei ist ein Handlungsbedarf da!!!

Handlungsbedarf aber ist da. Sogar nicht selten ein weit fortgeschrittener, wie im Beispiel von Frau Kathrin M.! Der mitunter ganz schön schmerzt, denn er wird ja noch nichtmal von den Frauen selbst anerkannt!

Ein neues Modell wird benötigt: der „mentale Aktionsradius“

Wie kann der Handlungsbedarf sichtbar gemacht werden? Wie kann ich diesen starken Frauen den Handlungsbedarf aufzeigen und praktische Handlungsmöglichkeiten eröffnen?
Das habe ich mich gefragt und ein eigenes Modell für die berufliche Zufriedenheit oder die mentale Power am Arbeitsplatz geschaffen. Dafür habe ich fünf Dimensionen benannt:

Arbeitsplatzanalyse

  • Ressourcen: Gehen Sie sorgsam mit Ihren Ressourcen um?
  • Zukunft: Blicken Sie positiv in die Zukunft?
  • Beziehungen: Erleben sie Beziehungen und Kontakte zu Anderen positiv und stärkend?
  • Identifikation: Identifizieren Sie sich mit dem, was Sie tun?
  • Akteursein als totaler Schlüsselfaktor: Sehen Sie sich als Gestalter oder als Ausgelieferter bzw. Opfer?

Standortbestimmung mittels 5 Dimensionen

Mit Hilfe dieser Dimensionen werden weit fortgeschrittene Situationen sofort sichtbar (dann sind nämlich in der Regel alle Dimensionen problematisch) und es wird auch deutlich, wo Ursachen oder erste Handlungsansätze liegen. Natürlich ist das immer individuell, aber eine wunderbare Standortanalyse ist mit Hilfe dieser Dimensionen möglich. In meinem kostenfreien Test „Mentaler Aktionsradius“ können Frauen in der Medizin ihre eigene Standortanalyse erstellen.

So sieht das Testergebnis für Frau Kathrin M. aus.

Offensiv in den Veränderungsprozess

Nachdem Frau Kathrin M. ihre Situation analysiert hatte, konnte Sie den nächsten Schritt gehen: Die Entscheidung dafür, ihre Situation offensiv anzugehen! Mit Hilfe des persönlichen Coachings hat sie dann Schritt für Schritt ihren Handlungsspielraum zurückerobert! Mit ihrer Stellvertreterin hat sie eine neue, gute Arbeitsaufteilung abgesprochen, bei der Krankenhausleitung hat sie sich neu positioniert und einen wirklichen „Push“ hat es ihr gegeben, dass sie sich wieder ein eigenes „Herzensprojekt“ im Haus gesucht hat. Selbst ihre Familie zu Hause hat ihr schon zurückgemeldet, dass sie froh sind, sie wieder glücklich zu erleben! Mehr über ihren Weg lesen Sie in der verlinkten Fallstudie.

Es werden ganz individuelle Strategien benötigt!

Was es genau ist, das meine Kundinnen in die Zufriedenheit führt, ist immer individuell. Benötigt werden passgenaue Strategien, das Besinnen auf eigene Kräfte und Werte sowie die Unterstützung an der richtigen Stelle (z.B. durch mich als Coach). Frau Lisa L. und Frau Dr. Stefanie R. sind auch ihren Weg gegangen. Mehr über diese drei starken Frauen in der Medizin lesen Sie in ihren jeweiligen Fallstudien (per Klick auf das jeweilige Portraitbild).

Rein in die Offensive

Raus aus Belastungssyndrom

Mit der Karriere zufrieden

Haben Sie sich in dem Gefühl von „Mir reicht’s!“ wiedererkannt? Und kommt Ihnen andererseits dieses „Ach, so schlimm ist es doch gar nicht!“ gleichermaßen bekannt vor? Dann lade ich Sie ein, ein kostenloses Erstgespräch bei mir zu vereinbaren, in dem Sie mir von Ihren Erfahrungen berichten können. Ich würde mich nämlich sehr freuen, Sie persönlich dabei zu unterstützen, ein „Mir reicht’s!“ in ein „So will ich arbeiten und leben!“ zu wandeln! Mehr über meine Arbeitsweise als Coach lesen Sie unter Coaching von Frauen in der Medizin.

Wer bezahlt ein Coaching?

Coaching ist immer eine Investition in sich selbst. Aber wer bezahlt?

Ich biete Coaching für Frauen in der Medizin an, und je nach Coachingpaket unterstütze ich zusätzlich zu den intensiven 1:1 Coachings mit Beratungsinhalten am Arbeitsplatz bzw. mit dem Team – in Prozessen, Strukturen, Organisation und Miteinander. So entstehen Kosten. Und auch wenn ich vom Erfolg und Nutzen meiner Arbeit überzeugt bin, weiß ich: sie kostet Geld. Daher möchte ich Ihnen in diesem Blogartikel einmal eine kleine Zusammenstellung liefern, welche Gestaltungsmodelle Sie haben, um clever zu investieren:

Übernahme durch den Arbeitgeber

Generell ist es attraktiv, das Coaching über den Arbeitgeber oder als Unternehmer durch das Unternehmen finanzieren zu lassen, da die Unternehmen die Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) zurückerhalten und Weiterbildungskosten zudem steuerfrei sind (anders als die Lohnkosten, für die der Arbeitgeber die Lohnnebenkosten abführt und auf die zudem der Mitarbeiter noch die Lohnsteuerkosten abführen muss). Die Übernahme von Weiterbildungskosten stellt nämlich keinen Arbeitslohn dar und muss daher nicht versteuert werden, wenn die Bildungsmaßnahme im Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird. Wenn das Unternehmen das Coaching bezahlt, erhält der Mitarbeiter ca. doppelt so viel „netto“ vom „brutto“.

Daher sind Coachings auch ein attraktives Medium im Rahmen der Personalentwicklung und -förderung. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an. Gerne erhalten Sie von mir eine individuell auf Sie zugeschnittene Vorlage für ein Anschreiben an Ihren Arbeitgeber, damit Sie eine Diskussionsgrundlage haben!

Absetzen von der privaten Steuererklärung

Besteht nicht die Möglichkeit, dass die Kosten vom Arbeitgeber getragen werden, ist es gut zu wissen, dass Coachingkosten (bei Business Coaching) auch als Privatperson von der Steuer abgesetzt werden können. Sie gelten nämlich als beruflich veranlasste Werbungskosten. Bis zu einem Pauschalbetrag von 1.000 Euro müssen Sie keine Belege oder Nachweise einreichen, Ihr zu versteuerndes Einkommen reduziert sich automatisch um diese Werbungskostenpauschale. Je nachdem, wie viel Werbungskosten Sie im Jahr insgesamt haben (zu den Werbungskosten gehören auch die Anfahrten zur Arbeit, Arbeitskleidung etc. – wahrscheinlich liegen Sie oberhalb des Freibetrages), können die Coachingkosten von ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Dadurch können Sie bei einem Spitzensteuersatz bis zu 45% des Betrags in der Steuererklärung rückerstattet bekommen. Genaue Angaben und Empfehlungen dazu kann ich allerdings leider nicht leisten, ich kläre solche Fragen mit meinem Steuerberater (der sich pauschal keinesfalls festlegen möchte).

BAFA-Förderung für Praxen (Hebammen, Physios)

Inhaberinnen von Physiotherapie- oder Hebammenpraxen können das Coaching als Praxisberatung definieren und einen Antrag auf eine BAFA-Förderung stellen, da ich gelistete BAFA-Beraterin bin. Bei der BAFA-Förderung handelt es sich um eine anteilige Förderung, die nach unterschiedlichen Kriterien veranschlagt wird und bei ca. 1.500 EUR und mehr liegt. Dann müssen aber verschiedene Regularien wie Antragstellung, Abschlussbericht etc. eingehalten werden. Darum kümmere ich mich aber vorrangig, so dass für Sie sehr kaum zusätzliche Aufwände entstehen. Mehr über die BAFA-Förderungsmöglichkeiten erfahren Sie in einem separaten Blog-Artikel.

Was Coaching leisten kann und wie meine Arbeitsweise ist, berichte ich unter Coaching für Frauen in der Medizin! Ich begleite Sie individuell und maßgeschneidert, so dass ich der festen Überzeugung bin, dass Sie zum Abschluss des Coaching-Prozesses den großen Schritt weitergekommen sind, den Sie sich wünschen!

BAFA-Förderung von Beratung bzw. Coaching

Vielleicht haben Sie BAFA als Begriff in der Corona-Krise (erstmalig) gehört. BAFA steht für Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, und dieses Bundesamt fördert ausgewählte Unternehmensberatungen mit einem Zuschuss von ca. 1.500 EUR und mehr. In der Corona-Krise gab es darüber hinaus einen „Fördertopf“ mit Regularien, die eine 100%-Förderung ermöglichten (bis zu 4.000 EUR), aber dieser Fördertopf war leider schnell erschöpft und nicht nur die Stellung von Anträgen wurde Ende Mai 2020 gestoppt, sondern auch viele bereits gestellte Anträge wurden abgelehnt.

Nun ist die Frage: Welche BAFA-Förderungsmöglichkeiten gibt es derzeit?

Die Antwort darauf ist: Es gelten weiterhin alle Standardprogramme, die bereits seit Jahren existieren. Das bedeutet:

  • Nicht jede Beratung, nicht jedes Coaching ist förderfähig.
  • Die Höhe der Förderung ist abhängig vom Standort sowie von Rahmendaten Ihres Unternehmens.
  • Der Prozessablauf rund um die Antragstellung und Abwicklung etc. variiert in Abhängigkeit vom Förderprogramm.

Als ich mich als BAFA-Beraterin habe listen lassen, habe ich recherchiert und mich in die Regularien eingelesen. Ich persönlich brauchte eine Weile, um mir einen Überblick zu verschaffen und möchte nun meinen Kenntnisstand an Sie weitergeben.

Welche Unternehmen einen Antrag stellen können:

Für meine Kunden im Gesundheitswesen ist das BAFA-Angebot vorrangig für Physiotherapiepraxen und Hebammenpraxen relevant. Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Psychotherapiepraxen und Heilpraktikerpraxen sind explizit ausgeschlossen. Gefördert werden Unternehmen kleiner und mittlerer Größe, d.h. Antragsteller dürfen nicht mehr als 250 Mitarbeiter und 50 Millionen EUR Umsatz haben. Es darf auch keine öffentliche Beteiligung von Bund, Ländern oder Gemeinden vorliegen! Es kann Krankenhäuser oder Reha-Kliniken geben, auf die kein Ausschlusskriterium zutrifft und für die es ggf. Förderungsmöglichkeiten gibt. Hier müsste individuell Rücksprache gehalten werden.

Welche förderungsfähige Beratungen und Coaching es gibt:

Es gibt zwei große Programme, die allgemeine Beratung zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung (z.B. QM-System-Einführungen) sowie die spezielle Beratung. Die speziellen Beratungen greifen Fragestellungen auf, die besondere Schwerpunkte fördern möchten, um sogenannten „strukturellen Ungleichheiten“ zu begegnen. Im Falle meiner Kunden im Coaching könnten darunter die Themen Führung durch Unternehmerinnen, Gleichstellung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Führungsgestaltung hinsichtlich Fachkräftegewinnung und -sicherung zählen.

Wie die Antragstellung läuft:

Anträge von Jungunternehmen (nicht mehr als 2 Jahre am Markt) oder Unternehmen in Schwierigkeiten (mehr als 50% Umsatzeinbußen) müssen zunächst über sogenannte Regionalpartner der Leitstelle (z.B. IHK oder Banken) laufen, die je nach Standort regional vorgegeben sind. Die eigentliche Antragstellung erfolgt dann online.
Diesen Antrag können Bestandsunternehmen (die mehr als 2 Jahre am Markt sind) wiederum sofort ohne weitere Rücksprachen ausfüllen. Einzige Voraussetzung für alle: Sie müssen einen Berater angeben, der bei der BAFA gelistet ist, so wie ich es bin.
Eine Leitstelle prüft stellvertretend für das Bundesamt, und in kürzester Zeit erhält der Antragsteller einen Zuwendungsbescheid, und die Leitstelle leitet alles an das Bundesamt weiter. Dann kann die Beratung  bzw. das Coaching starten.

Wie hoch die Fördersumme ist:

Wie hoch die Fördersumme ist, hängt von den Rahmenbedingungen des Unternehmens und dem Standort ab. Ein paar Beispiele: Die Physiotherapiepraxis aus Niedersachsen, die es seit mehr als 2 Jahren gibt, erhält 1.500 EUR Förderung bei einer Rechnung über 3.000 EUR (d.h. 50% werden übernommen). 1.500 EUR ist die Obergrenze, d.h. bei einer Rechnung über 4.000 EUR werden ebenso 1.500 EUR übernommen. Bei einer Rechnung von 2.000 EUR wären es 1.000 EUR.  Wäre die Praxis in Mecklenburg-Vorpommern, dann wären bis zu 2.400 EUR Fördersumme möglich, denn hier liegt der Fördersatz bei 80% statt 50%. Ein Unternehmen mit Umsatzeinbußen von mehr als der Hälfte kann sich überall in Deutschland bis zu einer Summe von 2.700 EUR fördern lassen, denn hier werden 90% der Kosten getragen. Mehr zu den Bemessungsgrundlagen (= maximale Rechnungshöhe) und zum Fördersatz (= Prozent der geförderten Leistungen) erfahren Sie unter dem unten aufgeführten, offiziellen BAFA-Link.

Wie die Abwicklung mit mir als gelisteter BAFA-Beraterin erfolgt:

Ganz am Anfang einer Zusammenarbeit mit mir steht immer das Erstgespräch. Wenn Sie und ich uns zum Abschluss des Erstgesprächs eine gemeinsame Zusammenarbeit vorstellen können, erstelle ich Ihnen ein individuelles Angebot mit einer für Sie maßgeschneiderten Kombination aus Beratung und Coaching. Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit mir entscheiden und Sie als Unternehmen förderungsberechtigt sind, stelle ich in Ihrem Beisein online den Antrag auf BAFA-Förderung. Sobald der Zuwendungsbescheid da ist (in der Regel innerhalb weniger Stunden), kann unsere Zusammenarbeit starten. Sie zahlen die Rechnung an mich und erhalten die BAFA-Förderung auf Ihr Firmenkonto erstatttet. Damit das alles nach Plan ablaufen kann, erstelle ich für Sie einen Abschlussbericht, dessen Freigabe Basis der Fördermittelzuwendung ist.

Link zu den offiziellen BAFA-Informationen

Ich würde mich freuen, wenn Sie mit den Informationen einen guten Überblick gewonnen haben. Wenn Ihr Unternehmen förderungsberechtigt ist und Sie an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert sind, dann buchen Sie gerne jetzt ein Erstgespräch mit mir! Mehr über meine Arbeitsweise lesen Sie unter Beratung im Gesundheitswesen oder Coaching für Frauen in der Medizin.

Disruption – was tun?

Zeit der Umbrüche

Als ich „Disruptive Thinking“ gelesen habe, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir nur Monate später am Anfang der größten, brachenübergreifenden und offensichtlichsten Disruption stecken würden, die ich selbst bisher erlebt habe. Ehrlich gesagt, fand ich die schnell aufeinanderfolgenden und weitreichenden Gesetze und Gesetzesentwürfe, die für die Krankenhäuser um den Jahreswechsel 2019/20 anstanden und erschienen schon disruptiv genug, da war das Corona-Virus in China gerade einmal öffentlich geworden.

Disruption bringt Verlierer und Gewinner hervor 

Wir alle haben sie schon beobachtet, die großen Umbrüche in den großen Branchen, wie Telekommunikation, IT, Automobilindustrie. Wir mögen die Geschichten der großen Gewinner und sind gleichermaßen schockiert, wie schnell sich sicher scheinende Blätter wenden können. Davon berichtet das Buch von Dr. Bernhard Mutius mit einer Genauigkeit und einem Insiderwissen, das ich großartig finde. Aber der Autor geht noch einen Schritt weiter. Herr Dr. Mutius ist nämlich nicht nur ein Insider und begnadeter Situationsanalytiker, er liefert auch Handlungsansätze.

8 Erfolgsprinzipien, um sich Erfolg und Vorsprung zu verschaffen 

Er beschreibt 8 allgemeine Erfolgsprinzipien, die in Zeiten des schnellen und unkalkulierbaren Wandels aus Sicht des Autors Erfolg und Vorsprung begünstigen. Und so landeten die 8 Erfolgsprinzipien aus dem Buch an meiner Pinwand und ein bißchen auch in meinen Projekten. Heute möchte ich sie Ihnen als Inspiration in diesen Zeiten mit an die Hand geben.

Natürlich sind diese Erfolgsprinzipien auf den ersten Blick besser auf Produkte als auf Dienstleistungen übertragbar. Aber auf den zweiten Blick lassen sie sich gleichermaßen auf Dienstleistungen beziehen. Den ersten Vieren (Effizienz, Transparenz, Substanz, Schnelligkeit) habe ich mich die letzten 20 Jahre verschrieben, sie sind ja quasi die Essenz der Prozessoptimierung bzw. Reorganisation, wie ich sie in zahlreichen Projekten umsetzen durfte. Die Vernetzung als Erfolgsprinzip ist mir mit der zunehmenden Rolle von IT als Teil der Kernprozesse ebenso zunehmend bedeutsam geworden, zumal Vernetzung ja auch nicht nur im IT-Kontext eine wichtige Rolle spielt, sondern insbesondere im Gesundheitswesen im Zusammenspiel der Beteiligten noch wesentlich weitreichenderen Nutzen transportieren kann.
Aber hatten Sie die spielerische Leichtigkeit, Schönheit und (die manchmal regelrecht mutige) Einfachheit als Erfolgsfaktoren parat? Ich bisher nicht in der Konsequenz wie ich es seit Lesen dieses Buches habe! Denken Sie mal darüber nach! Nicht nur Apple kann einfache und schöne Produkte machen! Was kann für Sie spielerische Leichtigkeit sein? Was kann für Ihr Business Schönheit sein? Was kann für Ihr Kerngeschäft Einfachheit bedeuten, wo kann weniger mehr sein?? Und inwiefern kann Ihnen das gegenüber Wettbewerbern einen Vorteil verschaffen?? Das sind tolle Fragen, oder? Der Gedanke ist jetzt gepflanzt – lassen Sie ihn weiterwachsen!! 

Möchten Sie die 8 Erfolgsprinzipien auch an Ihre Pinwand heften? Hier sind sie im Postkartenformat (2 Mal knicken, zack, Postkarte!) als Download.

Postkarte

Mein Buchtipp zum Vertiefen: Dr. Bernhard von Mutius – Disruptive Thinking. Das Denken, das der Zukunft gewachsen ist. Erscheinungsjahr 2017.

Die Erfolgsprinzipien aus diesem Blogartikel können für die individuelle Arbeitsgestaltung gleichermaßen wertvoll sein wie für Teams und Unternehmen! In meiner Beratung im Gesundheitswesen habe ich sie schon mehrfach eingesetzt und im Coaching können die Erfolgsprinzipien ebenso neue Horizonte eröffnen. Ich würde mich freuen, Sie dabei zu unterstützen, sich auch in Zeiten der Disruption stabil und erfolgreich aufzustellen.